11 Juni 2020

Nobody expects the Spanish Inquisition!

Vielleicht kennt der eine oder andere noch diesen Satz der Komikertruppe Monty Python, der durch mehrere Folgen ihrer Serie Monty Python’s Flying Circus geisterte. 

Bewegen wir uns in Richtung einer neuen Inquisition? Wie damals gibt es eine unumstößliche Wahrheit, die auf keinen Fall angezweifelt werden darf. Tribunale sind die „seriösen“ und die öffentlich-rechtlichen Medien. Sie entscheiden darüber, was Wahrheit und was Fake ist. Während man früher Folter und Todesstrafe anwendete, um die Schäfchen wieder auf den rechten Weg zu bringen, geht man heute subtiler vor. 

Wie ist das im Falle der Corona-Pandemie mit den Skeptikern? Sie werden nicht direkt gefoltert oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt – man ist ja schließlich zivilisiert. Nein, man stellt sie einfach als dumm oder irre dar, man etikettiert sie mit dem Label „Verschwörungstheoretiker“. Das ist überhaupt die übelste Schublade, in die man gesteckt werden kann. Wer sich darin befindet, kann sagen was er will, so kompetent er auch ist. Niemand wird ihn ernst nehmen. Dementsprechend ist es auch nicht nötig, sich sachlich mit seinen Argumenten auseinanderzusetzen. Wer von der offiziellen Meinung abweicht, ist ein Ungläubiger. Nobody expects the Spanish Inquisition!

Andersdenkende so zu behandeln zeugt nicht gerade von hoher Intelligenz und Geistesklarheit. Und das, was den Verschwörungstheoretikern vorgeworfen wird, das trifft in noch größerem Maß auf die Leute zu, die sie in diese Schublade packen. Sie glauben nämlich, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Sie sind nicht mehr in der Lage, Argumente und Fakten gelten zu lassen, die nicht in ihr Weltbild passen. Es geht dabei nicht um Theorien über Außerirdische oder  Illuminati. Es geht um Experten, die die Pandemie-Situation anders einschätzen. Aber statt mit ihnen zu diskutieren, werden sie einfach diffamiert. Es sind ja nur Ungläubige. Nobody expects the Spanish Inquisition!

Die Skeptiker können durchaus mit Fakten aufwarten. Oft sind es Zahlen aus den gleichen Quellen, die auch die „Gläubigen“ nutzen. Nur sind diese Zahlen eben Fake. Nicht weil sie unwahr wären, sondern weil sie am Fundament des Glaubens rütteln. Ging es um eine echte Meinungsfindung, müsste man anstreben, den Sachverhalt aus mehreren Perspektiven zu beleuchten. Aber es geht um Glaube. Nobody expects the Spanish Inquisition!

Die rechtgläubigen Medien haben inzwischen die Ausgeburt der Hölle ausgemacht: Alternative Medien. Mit fanatischem Eifer wird gepredigt, damit die Schäfchen nicht in die Hände dieser Leugner, dieser Verführer gelangen und sich vom wahren Glauben abwenden. Dort kommen nämlich genau die Experten zu Wort, die aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurden. Ihre Argumente könnten den einen oder anderen schwachen Menschen überzeugen. Deshalb wird jetzt über alle alternativen Medien der Bann gesprochen. Jeder wird gewarnt, mit den Mächten des Bösen zu paktieren oder sich auch nur in ihren Einfluss zu begeben. Nobody expects the Spanish Inquisition!

Ich würde mir wünschen, dass die „seriösen“ Medien eine Meinungsvielfalt abbilden, dass sie auch Experten zu Wort kommen lassen, die andere Ansichten haben. 

Ich würde mir wünschen, dass das Bashing gegen die Alternativen Medien endlich aufhört. Wer Größe zeigen will, muss fair sein!

Ich würde mir wünschen, dass die Panikmache aufhört. Panik ist ungesund und macht eher anfällig für Krankheiten, als sie zu verhindern.

Aber schon in der Vergangenheit hatten Inquisitoren nicht gerade den Ruf, barmherzig zu sein… 

Momentan gibt es ein Filmprojekt verschiedener Filmemacher, die eine andere Sichtweise auf die Pandemie zeigen soll. Dieses Projekt ist eine Crowdfunding-Produktion. Der Film leistet einen wichtigen Beitrag zur Diskussion und verdient es, unterstützt zu werden.

Hier geht es zur Website: www.corona.film

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Simon Wald © 2020. All rights reserved.

Verfasst 11. Juni 2020 von simon in category "Meinung

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